Judentum

Judentum

"Wer Jesus Christus begegnet, begegnet dem Judentum." So beginnt die Erklärung der deutschen Bischöfe vom April 1980 „Über das Verhältnis der Kirche zum Judentum". Das Zweite Vatikanische Konzil würdigt das Judentum und die Juden nach Jahrhunderten der Ausgrenzung, Diskriminierung, Ablehnung und Verfolgung als das von Gott berufene und für immer erwählte Volk. Die katholische Kirche möchte „die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist." (NA 4)

Das Referat vermittelt Informationen zu

  • Grundlagen des jüdischen Glaubens und Lebens
  • Orte jüdischen Lebens im Bereich des Erzbistums Köln
  • den jüdischen Wurzeln des Christentums
  • Gemeinsamkeiten und Unterschieden
  • Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden
  • Gesellschaften christlich-jüdischer Zusammenarbeit und zur Woche der Brüderlichkeit

Das Referat berät bei der Planung von Vorträgen, Veranstaltungen und Seminaren sowie bei der Frage der Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden.

Ansprechpartner: Thomas Frings

Grußwort der NRW Bischöfe 2019

Liebe jüdische Gläubige in Nordrhein-Westfalen,

zum jüdischen Neujahrsfest des Jahres 5780 übersenden wir Ihnen herzliche Grüße. Viele Christinnen und Christen freuen sich mit Ihnen über das jüdische Neujahrsfest und die hohen Feiertage im Herbst. Es ist für uns von großer Bedeutung, jüdisches Leben, jüdische Kultur und jüdischen Glauben in unserer Nachbarschaft zu erleben. Deshalb nehmen wir bestürzt wahr, dass sich die gesell-schaftliche Stimmung in Deutschland in besorgniserregendem Maße wandelt. Wir erleben, dass sich Hass und Feindschaft auch gegen Juden häufiger in der Öffentlichkeit manifestieren.

Als Christinnen und Christen treten wir dafür ein, dass kein Mensch aufgrund seiner Religion oder seines kulturellen Hintergrundes beleidigt, beschimpft, benachteiligt, ausgegrenztoder gar verfolgt wird. Wir werden jederzeit allen Formen judenfeindlicher Haltungen eine deutliche Absage erteilen und darauf achten, dass diese Grundhaltung auch an unserer Praxis im Alltag sichtbar und deutlich wird.

In diesem Jahr melden wir uns erstmals in Form dieses gemeinsamen Grußes zu Wort, um Ihnen unsere Solidarität in dieser schwierigen Zeit auszusprechen. Wir freuen uns sehr darüber, dass es gute Kontakte zwischen christlichen und jüdischen Gemeinden gibt.

Wir wünschen Ihnen von Herzen ein gesegnetes, glückliches und gutes neues Jahr 5780. Der Allmächtige schütze und behüte Sie, Ihre Familien und Ihre Gemeinden. Er schenke Ihnen und der ganzen Welt Frieden und Zuversicht.

Schana tova!

 

Grußwort als pdf: > Link